Brunnenbohrung hat begonnen

Auf dem Parkplatz des Sportparks bohrt seit Dienstag die Firma Drillexpert im Auftrag der Stadt Kelsterbach mit schwerem Spezialgerät tief ins Erdreich. 

Ziel ist es, etwa 40 Meter in den Untergrund vorzustoßen und Grundwasser zu erschließen, das eventuell einmal eine große Wärmepumpe mit Energie versorgen könnte. Die Bohrmaschine baggert mit einer kleinen Schaufel das Erdreich aus und befördert es aus dem Brunnenschacht, gleichzeitig wird eine Stahlröhre mit 88 Zentimeter Durchmesser – das Gehäuse des Brunnens – immer tiefer in den Boden getrieben. Bis Mittwoch konnte die Bohrung mehr als 30 Meter tief vorangetrieben werden, von da an erschwert feiner Sand die weiteren Arbeiten, weil er immer wieder in den Schacht nachdrückt. Mittels zugeführten Wassers soll jetzt der Druck auf den Sand erhöht und der Schacht weiter nach unten getrieben werden. Wenn die vorgesehene Tiefe erreicht ist, wird eine 30 Zentimeter Durchmesser aufweisende Kunststoffröhre eingesetzt, die im unteren Teil ein Millimeter feine Schlitze hat, durch die das Grundwasser eindringen kann. Um den Sand so weit als möglich abzuhalten, wird das Rohr ringsum mit Filterkies ummantelt. Durch das Rohr wird dann das Wasser nach oben gefördert. Diese Arbeiten sollen bis Anfang nächster Woche erledigt werden. Dann kann der Förder-Testbetrieb aufgenommen werden, der zeigen soll, ob der Betrieb einer Wärmepumpe, die das gesamte Sportparkareal mit Wärme versorgt, mithilfe der Grundwasserwärme möglich ist.