Sommer-Clean-Up bringt gute Laune
Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich am vergangenen Samstag zusammengefunden und bei angenehmen Temperaturen den zweiten städtischen Clean-Up-Day bestritten.
Eingeladen und organisiert hatte wie immer das Team Nachhaltigkeit der Stadt. Neben den üblichen Treffpunkten am Rathausplatz und am Mainufer, war in diesem Jahr jedoch der Standort Mainhöhe neu dabei. Dort trafen sich einige Interessierte und zwei Vertreter der NH Projektstadt und befreiten das Quartier von achtlos in die Umwelt geworfenen Müll.
Sehr deutlich zeigte sich anhand der Altersstruktur der Teilnehmenden, dass das Thema saubere Umwelt und Innenstadt bei allen Bürgerinnen und Bürgern angekommen ist. Dennoch überwältigte die schiere Flut an Müll – vor allem weggeworfene Kippen und Kronkorken – die Müllbeseitiger. „So schlimm wie dieses Jahr, war es noch nie rund um den Rathausplatz“, konstatierte demnach auch der städtische Klimaschutzbeauftragter Maximilian Barth. Er hatte familiäre Begleitung mitgebracht, die sogar zwei benutzte Kondome in den Büschen fand. Auch die Fahrradabstellanlage am Bahnhof bot ein Bild des Jammers. „Ich habe total die Menge an Kippen unterschätzt“, sagte Christoph Harth, der zusammen mit Sara Bouhouchi-Gouhar und Hans-Peter-Hamann von der SPD-Fraktion dabei war. Zwischen den Fahrradständern, in den Büschen und neben dem leeren Mülleimern – überall fand sich der Müll, nur nicht da, wo er hingehört.
Weiter unten am Mainufer war die zweite Gruppe mit ganz anderen Müllproblemen beschäftigt. Hier fanden sich zahlreiche kleine Schnapsflaschen, Kronkorken, To-Go-Kaffeebecher, aber auch eine Lachgaskartusche und natürlich die mittlerweile obligatorischen Kippen. „Da frage ich mich aber schon, warum man auf oder neben dem Spielplatz rauchen muss und ob das nicht untersagt werden kann?“, konstatierte Nicole Badura, die mit Sohn Noah und ihrem Ehemann zum wiederholten Mal am Kelsterbacher Clean-Up teilnahm. Gerade dort, wo die Kleinen spielen, löst der achtlos weggeworfene Müll verständlicherweise großen Ärger aus.
Doch das ansonsten ansehnliche Mainufer leidet nicht nur optisch unter dem Müll. Ein Zweierteam bildeten Franz-Josef Stenzinger und Monika Überle, die extra aus Wiesbaden kam, um ihre frühere Heimatstadt wieder auf Vordermann zu bringen. „Ich verfolge das Stadtgeschehen online über die Kelsterbach aktuell und habe so früh vom Termin für den Clean-Up erfahren. Für mich ist das eine wichtige Aktion, die ich gerne unterstützen wollte“, so Überle.
Parallel trafen sich auch acht Geocacher, die während ihres Cito-Events ebenfalls Müll aus der Natur aufsammelten und sagen, dass sie ihre Treffen immer gerne mit einem nützlichen Zweck verbinden.
Nach rund zwei Stunden wurde die Müllsammelaktion beendet und die Gruppen fanden sich am Vereinsheim des Ballsportclubs ein, der wie in den Jahren zuvor für alle Freiwilligen einen Imbiss und kühle Getränke als Dankeschön bereitgestellt hatte.
Rund 40 Müllsäcke kamen insgesamt zusammen, die vom Kelsterbacher Kommunalbetrieb eingeladen und fachgerechten Entsorgung abtransportiert wurden. Hinzu kamen ein Paddel und ein Autoreifen.
Während es vor und nach dem Clean-Up ein eher trübes, leicht regnerisches Wetter war, hatten die Teilnehmenden während der Aufräumaktion zum Teil schönsten Sonnenschein. Das sowie die gemeinsame Mission, die Stadt schöner und sauberer zu machen, löste bei allen gute Laune aus und so kamen beim gemeinsamen Imbiss noch angeregte Gespräch zustande.