Minister Mansoori lobt Kelsterbachs Pionierarbeit bei der Kommunalen Wärmeplanung

Am vergangenen Freitag kam der hessische Energieminister Kaweh Mansoori nach Kelsterbach, um sich vor Ort über den Umsetzungsstand der Kommunalen Wärmeplanung (KWP) zu informieren.

„Die Kommunale Wärmeplanung schafft Planungssicherheit für die nächsten Jahrzehnte und das für alle: Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Handel sowie städtische Versorger. Dabei unterstützen wir die Kommunen tatkräftig. Pro Jahr stehen über acht Millionen Euro als Unterstützung aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung, damit die nachhaltige Wärmeversorgung von morgen planvoll gestaltet werden kann“, betonte der Minister.

„Ich bin überzeugt, dass wir für die Kommunale Wärmeplanung in Hessen ein gutes Beispiel abgeben“, so Bürgermeister Manfred Ockel. „Mit Hilfe der Kommunalen Wärmeplanung, die wir dank der Förderung des Landes Hessen umsetzen können, wollen wir die Wärmeversorgung der Stadt Kelsterbach klimaneutral, versorgungssicher und kostenbewusst neu aufstellen. Zusammen mit qualifizierten Fachbüros stellt die Stadt die Planung, die Quartierskonzepte mit unterschiedlichen Wärmelösungen beinhaltet, derzeit fertig. Ende März wird der finale Wärmeplan mitsamt Maßnahmenkatalog für Kelsterbach vorliegen.“

Die für die KWP zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Heiko Langelotz und Maximilian Barth, stellten den Anwesenden, zu denen neben Minister Mansoori und dem Bürgermeister auch Vertreter der NH Projektstadt, eines der beiden für die KWP beauftragten Fachbüros, sowie die Landtagsabgeordnete Kerstin Geis gehörten, in einer kurzen Präsentation die KWP in Kelsterbach vor. Diese sei ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg, eine sichere und klimaneutrale Wärmeversorgung für Kelsterbach bis zum Jahr 2045 umzusetzen und Energieversorgung zukunftsfähig aufzustellen.

Mansoori lobte, dass sich Kelsterbach bereits deutlich vor vielen anderen Kommunen auf den Weg gemacht habe. Besonders erfreulich sei, dass hier neben Informationsveranstaltungen auch neue digitale Wege für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beschritten wurden. Dadurch werde nicht nur Transparenz und Mitbestimmung gestärkt, sondern auch eine vielfältige Meinungslandschaft gefördert. Das Land unterstützt die Kommune dabei mit Ausgleichszahlungen, die über fünf Jahre verteilt etwa 121.000 Euro betragen. Barth und Langelotz unterstrichen, wie wichtig die Unterstützung von Land und Kommunalpolitik sowie von Partnern wie dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, der Landesenergieagentur LEA Hessen, der BCC Energie GmbH oder der NH Projektstadt, für die erfolgreiche Umsetzung der KWP sei.

Nach dem kurzen Besuch des Rechenzentrums im Langen Kornweg, dessen Abwärme zukünftig als Energiequelle genutzt werden kann, schaute der Minister auch noch am Sportpark Areal vorbei. Hier bohrt die Firma drillexpert GmbH in Kürze zwei bis zu 40 Meter tiefe Pilotbrunnen, um das Potential geothermischer Energie für die regenerative Versorgung in diesem Bereich der Stadt zu untersuchen. Dass sich Kelsterbach im Rahmen der KWP an große Lösungen herantraut, wie etwa durch diese geothermische Bohrungen, sei im Landesvergleich schon etwas sehr Besonderes, so Minister Mansoori.