Klimaschutz
Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Durch die Nutzung von fossilen Brennstoffen werden Emissionen von Kohlendioxid, Lachgas und Methan, die den Treibhauseffekt beschleunigen, verursacht. Das führt vermehrt zum Auftreten von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Dürre, Stürme oder Hitzewellen. Diese gab es zwar schon früher, aber durch den Klimawandel treten sie häufiger und intensiver auf.
Auch die Stadt Kelsterbach beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Klimaschutz und Klimaanpassung, um sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen. Im Jahr 2015 wurde in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Stadt Raunheim ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet. Darin wurden Maßnahmen festgehalten, um die fossile Abhängigkeit zu reduzieren und die Stadt Kelsterbach an den Klimawandel anzupassen.
Mit dem Projekt "Klimainsel Kelsterbach" erfolgt mit finanzieller Hilfe von Bund und Land die Anpassung an den Klimawandel durch Flächenentsiegelungen und Begrünungen im Stadtgebiet. Kelsterbach verfügt auch bereits über eine Baumschutzsatzung, um die für die Sauerstoffproduktion und Verschattung wichtigen Bäume wirksam vor unnötigem Fällen zu schützen.
In der Verwaltung wurde mit einem Klimaschutzbeauftragten und eines Projektingenieurs für Nachhaltigkeit ein Team aufgestellt, dessen Aufgabe es ist, geeignete Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung zu entwickeln, zu koordinieren um umzusetzen. So wurden beispielsweise Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet errichtet oder eine Starkregengefahrenkarte erarbeitet, um besser auf kommende Starkregenereignisse vorbereitet zu sein.
Kelsterbach hat eine Kommunale Wärmeplanung erarbeitet, um einen ersten großen Schritt für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung zu gehen: Das ist wichtig, um umweltfreundliche Energien zu fördern und die Energieversorgung langfristig sicherzustellen. Der gesetzliche Hintergrund für die kommunale Wärmeplanung basiert auf dem Wärmeplanungsgesetz, das die Städte dazu verpflichtet, ihre Wärmeversorgung nachhaltiger zu gestalten. Diese Planung hilft Kelsterbach, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen und gleichzeitig die Energieeffizienz zu verbessern.
Im Zuge der Klimaerwärmung ereignen sich immer öfter längere Phasen von extrem heißem Wetter mit Lufttemperaturen von deutlich mehr als 30 Grad Celsius. Wie sich Menschen vor den durch die Extremhitze ausgehenden Gefahren schützen können, erfährt man unter "Hitzeschutz".